MultichannelDay

Instagram Shopping: Die wichtigsten Features für Händler

Instagram Shopping will mit Lösungen für kleine und große Händler überzeugen. Auch wenn die begehrte Checkout-Funktion in Deutschland noch nicht verfügbar ist, gibt es für Unternehmen hierzulande schon diverse Commerce-Optionen.

Facebook Shops ist ein vor allem für Mobilgeräte konzipiertes Shopping-Feature, mit dem Unternehmen kostenlos einen Online Shop auf Facebook und Instagram einrichten können. Mit Shops können Händler entscheiden, welche Artikel sie präsentieren oder als Produkt-Collections anbieten möchten. Über WhatsApp, den Messenger oder Instagram Direct kann man Fragen der Kunden beantworten und ihnen bei ihren Anliegen weiterhelfen.

In Deutschland ist das Feature noch im Anfangsstadium und noch nicht auf das gesamte Facebook-Ökosystem in voller Breite ausgerollt. Trotzdem bietet das Netzwerk auch hierzulande für Händler einige Möglichkeiten, die Stefan Edl, Industry Manager Fashion Retail & Public Affairs bei Facebook, auf dem diesjährigen MultichannelDay erklärte.

Die „Shopping Destination Nummer 1“ im Facebook-Ökosystem ist laut Edl Instagram. 90 Prozent der Nutzer dort würden mindestens einem Unternehmen folgen. 130 Millionen Menschen tippen nach Unternehmensangaben jeden Monat auf eine Shopping-Markierung. Die Bereitschaft, neue Produkte zu entdecken sei also groß.

Diese Möglichkeiten bietet Instagram Shopping Händlern derzeit:

  • Mit Shopping-Markierungen können Unternehmen Produkte aus ihrem Katalog in Stories und im Feed markieren, sodass die Nutzer mehr dazu erfahren können.
  • Shops ist ein natives Shopping-Erlebnis, ein Schaufenster im Vollbild-Format, in dem Unternehmen ihre Markengeschichte erzählen und Produkte präsentieren können.
  • Mit Collections können Unternehmen in ihrem Shop-Profil ausgewählte Produkte rund um ein bestimmtes Thema auswählen.
  • Produktdetailseiten erhalten alle relevanten Informationen zu einem Artikel aus dem Produktkatalog, einschließlich Preis, einer Beschreibung und Medien. Die Detailseiten zeigen die Medien, in denen das Produkt auf Instagram markiert ist. So können Interessenten sehen, wie das Produkt genutzt werden kann.
  • Mit Shopping Ads können Unternehmen vorhandene Shopping-Beiträge im Werbeanzeigenmanager hervorheben, um eine größere Zielgruppe zu erreichen.
  • @shop zeigt in Echtzeit die Interessen der Community in Shopping-Kategorien wie Mode, Beauty, Home-Deko etc. Zusammengestellt werden diese von einem internen Redaktionsteam.

 

Vorteile und Tipps

Die Vorteile der Lösungen für Händler sind laut Edl folgende:

  • Einbau eines Call-to-Action möglich, damit Nutzer direkt einkaufen können. 92 Prozent der Nutzer seien direkt aktiv geworden, nachdem sie ein Produkt auf IG gesehen haben.
  • Unternehmen können eine Markengeschichte erzählen, sodass Content auf Shopping trifft. Die Story der Brand könne mit Einkaufs-Möglichkeiten kombiniert werden.
  • Händler könnten mit Instagram Shopping aus einer Idee ein Full-Funnel-Konzept machen.

Was sollten Händler nun konkret tun? Stefan Edl empfiehlt damit zu beginnen, einen Produktkatalog hochzuladen, damit man Shopping-Markierungen setzen kann. Zudem sollten Unternehmen mit den Nutzern rund um die Produkte interagieren. Zu guter Letzt rät er, auf Updates bezüglich des Checkouts on Instagram zu achten.

Diese Funktion gibt es bislang nur in den USA, in Deutschland ist die begehrte Funktion noch nicht verfügbar. Ein konkretes Launchdatum verrät Edl nicht. Mit dem Checkout können Nutzer die Produkte, die sie auf Instagram entdecken, direkt dort kaufen.

Der Checkout verbessere das Shoppingerlebnis, da der Kaufvorgang besonders einfach, praktisch und gleichzeitig sicher sei. Nutzer müssten nun nicht länger den Browser nutzen, wenn sie etwas kaufen möchten. Da ihre Zahlungsinformationen zentral hinterlegt sind, könnten sie bei ihren Marken einkaufen, ohne sich anmelden und ihre Daten mehrmals eingeben zu müssen.